Unser Konzept

Was ist Kunstcoaching?

Bilder bewegen Wirklichkeit. Wer sich auf Kunstwerke einlässt, taucht in faszinierende Entdeckungsgeschichten ein: auf dem Weg zu Bildern und über die Bilder zu sich selbst.

Denn was zu sehen ist, ist nicht das Beste am Bild. Viel spannender ist, wer es sieht und wie es gesehen wird.
Kunstcoaching entdeckt in Bildern die Betrachtenden und hilft ihnen dabei, ihren persönlichen Blick auf sich und die Welt zu entschlüsseln.

Für die Blickwendung bedarf es einer fachkundigen Reisebegleitung. Ausgebildete Kunstcoaches verfügen über Methoden, im Erleben von Kunst persönliche Erfahrungsmuster zugänglich zu machen, die auch den Zugang zum Selbstbild, zum Blick auf andere und zum beruflichen Handeln eröffnen.


Wie funktioniert Kunstcoaching?

Zu jedem Bild
gehört ein Stuhl!

Paul Klee

Kunst funktioniert nicht ohne Aufenthalt. Dazu werden mindestens 10 Minuten Zeit benötigt und mit der Zeit auch die Bereitschaft, sich ohne Vorkenntnisse auf die Führung durch das eigene Erleben einzulassen.

Wer sich die Zeit nimmt und aufmerksam dafür ist, was sich an Wahrnehmungen, Stimmungen, passenden und unpassenden Einfällen einstellt, hat den ersten Schritt zur Wirklichkeit der Kunst bereits getan. Um weiterzukommen, bedarf es der ortskundigen Begleitung.

Kunstcoaches kennen die Werke und ermutigen zum unbekümmerten Einlassen auf die Wirkung der Bilder – als individuelles Erlebnis oder als gemeinsame Entdeckungsreise. Dafür machen wir Angebote im Bereich von Selbsterfahrung, Führungscoaching und Führungskräfteentwicklung.


Wer hat etwas vom Kunstcoaching?

Nicht jeder (Frau oder Mann) wird Künstler, wenn er vor ein Bild tritt. Und mancher braucht Mut, sich der Führung durch Kunstwerke anzuvertrauen. Aber Talent zum Kunsterleben bringt jeder mit, der offen für die Vielfalt und Komplexität der Welt der Bilder ist. Und die hängen nicht an der Wand, sondern begleiten durch den Alltag, das Miteinander der Menschen, die private und berufliche Umgebung.

Es ist ein wirklich befreiendes Erlebnis, den individuellen Blick auf die eigene Lebenswelt zu entschlüsseln. Kunsterfahrung setzt Energien frei, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und die eigenen Ressourcen verantwortungsvoll zu nutzen: im Umgang mit sich selbst wie im Verstehen von anderen und im Führen von Mitarbeitern.


Funktioniert Kunstcoaching nur im Museum?

Museen und Galerien sind nicht zufällig Orte der Begegnung mit Kunst. Denn hier warten ausgewählte Werke auf den Besuch von Interessierten, die Zeit mitbringen, um sich ungestört der Wirkung der Bilder zu überlassen.

Wo das gewährleistet ist, funktionieren Bilder auch außerhalb von Kunstorten. Hier ist aber – noch mehr als im Museum – die Hilfe von Kunstcoaches gefragt.
Denn die Einstimmung auf das Erleben, das Beschauen der Werke, das Aufgreifen ihrer Wirkung und die Wendung auf persönliche Erfahrungsmuster ist selbst ein kunstvoller Prozess – dazu bedarf es einer intensiven psychologischen Ausbildung. Kunstcoaches müssen die Wirkung der Bilder kennen und Hilfen bei der Entdeckung der persönlichen Erfahrungsmuster geben können.


Wie kann ich Kunstcoaching kennenlernen?

An der BSP Business & Law School ist Kunstcoaching fest im Lehr- und Forschungsprogramm verankert. Hier werden Kunstcoaches im Studiengang „Analytische Intensivberatung“ ausgebildet, in verschiedenen Forschungs- und Beratungsprojekten findet der Transfer in die Praxis statt.

Kunstcoaching Workshops werden in halb- oder ganztägigen, z.T. auch mehrtägigen Formaten für Hochschulen und Unternehmen angeboten, auf Anfrage auch gern als Schnupperkurs für einzelne Interessierte oder Gruppen.

Näheres zu konkreten Anwendungen und Projekten sind in Unseren Werken beschrieben.


Wie kann man sich die Einfälle zu Bildern an einem Beispiel vorstellen?

© Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg & Murza, Gerhard (1994), CC BY-NC-SA

„Eine biblische Szene – viel Licht und viel Schatten, fromm wirkt das nicht. Da stecken Leute die Köpfe zusammen. Was machen die da? Der Blick holt aus über einen Kreisel von vier Köpfen und konzentriert sich schließlich auf eine einzelne Stelle im Bild.
Da will es jemand genau wissen und –unerhört!! – der bohrt mit seinem Finger in einer Wunde herum. Es tut schon beim Zugucken weh und ist gleichzeitig faszinierend, denn so fühlt es sich an, wenn jemand den Finger in die Wunde legt. Das konzentriert auf Wesentliches und schmerzt zugleich und wird deshalb oft vermieden. Obwohl wir wissen, dass es nötig ist und manchmal gar nicht anders können, als es genau so zu machen.

In welchen Situationen ist es uns so gegangen – waren wir beteiligt? Opfer? Täter? Oder haben wir uns hinter den anderen versteckt und zugeschaut? Wir könnten es vielleicht auch einmal anders versuchen…“


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